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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Sv2

Nach lese

wohnten hier mehr, sondern Raubgesindel, Ritterund edle Knechte, deren Namen großentheils nochjetzt von ihrem Ursprung zeugen. Der Heer - undWehrmann war ein Oger, ein Burgdrache worden,von dem Ihr so manche fruchtbare Mahrchen gehörthabt. Gezittert und geweint habt Ihr über die Un-thaten der verwünschten Schlösser und Bürge.

5 .

Allmahlig sollte Ordnung kommen ins Land;man schrieb Gesetze, man blies in die Posaune.Männer, rief die Trommele, Söhne desMann!" und erschrecklich! die Wälder,Berg' und Hügel umher antworteten: Niemann!

Ein Gottcsmann erschien, (Lauter, Luther warsein Name). Er rief die deutschen Männer von je-nem fremden Priesterdienst jenseits der Gebirge zu-rück. Ein Thcil der Männer kamen, den andernin den Weinländern behagte ihre Weise; sie riefenseiner Stimme zurück: Niemann! So wardTeuts Geschlecht getheilt; die Brüder lagen einanderselbst in den Haaren.

6 .

Feinde mischten sich zur Beylegung ihres Zwistsunter sie; ihr gefährlichster Feind war der, dessenSprache und Sitten sie annahmen. Mit Annahmeseiner Sprache und Sitten huldigten sie ihm, ehe erdurch Waffen sie überwunden hatte; und aus Ver-götterung seiner eilten sie ihm zu helfen, in einerGefahr, die ihnen nicht oblag. Das Schicksal straf-te sie unerbittlich.