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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Homer und Ossian. 4Zg

Mythologie hat nicht dergleichen? und diese sollte sie-nicht haben, nachdem eine andre, sie verdammende,Religion galt, und da man in langen Winteraben-den scherzhafter Mahrchen bedurfte, in Island. Sogesondert, müßte die Edda eine lehrreiche Vola,eine angenehme Großmutter werden.

Uebrigens ist, Alles zusammengenommen, dieDarstellung der nordischen Fabellehre, da sie silbstrin Gedicht ist, so abgeschmackt nicht; vielmehr ganzzeitmaßig; eine Reise nach Weisheit, und Belehrungüber die damals wichtigsten Fragen, die mit demUntergange der Götter endet. Das feinste und klang-reichste Gedicht über sic*) konnte sie nicht andersenden lassen; sie verhallet in den Ton:

Er mißt den Himmel, stillt die Meerd;

Gericht und Recht ist um ihn hex!

Er ist der Herr! der Gott der Heere!

Er ist! Wo ist ein Gott, wie Er?"

--In neue Gegenden entrückt

Schaut mein begeistertes Aug' umher erblicktDen Abglanz höhrer Gottheit, ihre Welt,

Und diese Himmel, ihr Gezelt!

Mein schwacher Geist, in Staub gebeugt,

Faßt ihre Wunder nicht und schweigt."

*) Gedicht eines Skalden. Ksppsnhage», Odenseeund Leipzig, 1766. (von Gerstenberg).