4^2 Homer und Ossian.
F. Das Costüme der morgenlandischen Erzäh-lungen und Mahrchen. In allen diesen Gattungenhaben 'wir so treffliche Proben, daß darüber keinZweifel obwalten kann.
A. Ein Mehreres als dies will ich nicht, fürmeine nordische Fabel. Nun möge das Ideal,das in diesen Sagen, in dieser Denkart, in dieserSprache liegt, hervortretcn und selbst wirken.
F. Meynst Du, auf unser Leben wirken?
A. Deshalb bleibe ich unbekümmert. Ver-schaffe uns nur den Apfel Jdunens.
s. Zutritt der nordischen Mythologiezur neueren Dichtkunst.
Langst wußte man, daß die Skalden, Dichterder Einwohner in Dannemark, Norwegen, Schwe-den und Island, in Sagen, inSapo und an-dern Geschichtschreibern des Mittelalters zum Theilübersetzt, zum isheil in der Ursprache bekannt waren.Eine eigene Gattung sogenannt runischer Lite-ratur waren wir sehr verdienten Gelehrten des sie-benzehnten Jahrhunderts, Olaus WormiuS, Bar-tholni u. f., so wie, obgleich verstümmelt, demNesenius die Herausgabe der Isländischen My-thologie und Poetik, der sogenannten Edda, schul-dig. Im nächst verflossenen Jahrhundert ging- man,obwohl unterbrochen, auf dieser Bahn weiter. Hik-
kcs