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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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418 Homer und Ossi an.

Sturm, >'m Lear, im Macbeth, grenzen sienicht an diese Fabel? Und zu wie manchen derglei-chen Stücken liegt noch Stoff in ihr? Wareich ein nordischer König; ich ließe mir, wie die Brit-ten eine Gallerie Shakespear's und MiItonshaben, eine Gallerie der alten Geschichte meinerVölker mahlen, und untersagte meinen Künstlerndie zu oft wiederholte Römergeschichten. Die Weltist groß; die Muse muß umhcrziehn, wie mit derLyra, so mit dem Pinsel.

F. Alles zugegeben; wie und woher aber sinddiese Scenen für uns Deutsche einheimisch?Ein Theil der Fabeln ist fürchterlich nocdpolarisch.

Wenn ich z. B. die Schöpfung der Welt lese:Von ihren Quellen entferneten sich die Ströme derHölle; der Gift, der sie fortwalzte, fror. Ueberihnen froren die Dünste; unter ihnen stürmtenWirbelwinde; von Süden spkühetcn Funken undBlitze; in Mitte aller weht' ein schrecklicher, eisi-ger Wind. Da breitete sich aus ein wärmenderHauch über die Dünste von Eis und schmelzte siezu Tropfen. Aus diesen Tropfen ward der ersteMensch." Wenn ich dies lese, so grauset undfriert mich.

Der erste Mensch war ein Riese; er schwitzte,als er schlief. Unter seinem rechten Arm ward einMann, unter dem linken ein Weib gebvhren. Aucheiner seiner Füße zeugte mit dem andern; daherdas Geschlecht der Riesen des Forstes." Keinzarter Ursprung.

A. Für die Niesen des Forstes zart genug.