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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Homer und Ossi an.

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wesen. Bringt irländische Gesänge, schönere Ge-sänge hervor, als die Schotten hervorbrachtcn; undwir wollen Euch glauben." Sey Fingal in derGeschichte, wer er wolle; in Ossians Gedichten ister nicht Fion oder Fin in Le inst e§ mehr, son-dern Fingal, der König der Mensen, Anführer derHelden. Der Gesang hat ihn auf seine Fittigc ge-nommen, und über die Sterblichen erhöhet. Wür-den Achill, und Ajax, Ulysses, Penelope,Agamemnon sich in Homers Bildern erkennen?Ich glaube schwerlich; so wenig sich König Ar-tus, Karl der Grosse, Gottfried von Je-rusalem, oder die Helden Ariosts in den Ge-sängen ihrer Dichter erkennen würden. Eben nurdurch eine Verwandlung wurden sie epischeHelden. Die Sage hatte sie von Munde zuMunde fortgetcagen; da war ihre Gestalt zwischenHimmel und Erde gewachsen. Der Sänger nahmsie auf und verewigte sie; in ihrer alltäglichen, ge-meinen Gestalt waren sie keine Geschöpfe für ihngewesen. Fingal, Ossian, Oskar sind Kin-der der Sage, Gebilde der erhöhenden, fortsingendenZeit.

Was sollen überhaupt in dieser Sache geogra-phisch - historisch - chronologische Rivalitäten ? OssiansGedichte gehören dem ganzen Galischen Völ-kerstamm, ja jedem zu, der seine Ursprache ver-stehet, oder Ossian zu schätzen weiß; er lebe dies-oder jenseits des Meeres. Zwar auch die Griechenstritten unter einander, wem Homer zugchöre?und es wetteiferten hiebey mehr als sieben Städteund Länder. Nicht aber thaten sie es in der Ab-sicht, daß sie dadurch Homers Gesänge, wie man