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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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g o ld n kII Zeiten. ZchS

Beobachtete man dies Gefühl der Anständigkeitwie überhaupt so in den Uebungen und in der.Kri-tik der Dichtkunst, welcher, eikeln Nachäffungen, wel-cher thörichren Anstrebungen, wieder ein Kind zuwerden, und im Flügclgewande zu schreiten, cntäus-serte man sich, Platz und Raum gewinnend zwMannlichern Schritten! In Kunst und Dichtkunstsind wir Einmal und immer keine Griechen mehr;ihren Göttern und Helden, ihrem Epos und Dramaauch in Fehlern und Schwachheiten kindische Ehrer-bietung, ja Nach - und Voreifcrung zu bezeigen, ist kindisch. Ein großer Theil von dem, was Ter-lass on u. a. über Homer und die Griechen gesagthaben, ist wahr, so einseitig sie cs sagten; mansieht das Kindische der alten Mythologie in der Mei-sten Neueren Gebrauche. In Sannazer, ,Ea-moens u. f,, welche Spielwcrke sind, (auch ohneBeziehung aufs Ehristenkhum, mit dem sie vermischtsind,) die Göttermaschinen! Sind sie im Gebrauchder neueren Kunst etwas mehr und anders? Fi-guranten.

Als an die Stelle des heidnischen, christlicherAberglaube kam, tief streckte er seine Wurzeln undZweige auch ins Epos der Völker. Zuerst wci-hete man den Heiligen Kirchen, bald Himmel undErde. Und welchen Dienst hatten sie zu verrichten!welch possierlich-niedliches Zutrauen setzte man aufEngel und Geister! und wie mißverstand, wie miß-brauchte man die Bibel! Kaum durch den kühnstenund lautsten Spott hat dieser Ungeschmack hie undda geschwächt werden mögen; verdrängt ist er allent-halben noch nicht. Das große EpoS des Aber-glaubens ist noch in vollem Gewerbe.