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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

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Durch die, was niedrig, hoch, und groß, was klein,Und fein, was grob und plump ist, werden soll.

Als würde stracks ein jeglich unrein Lied,

Durch abgemeßner Töne Zauberkraft,

Zibeth, und Unflach gleich dem Weihrauch süß.Der Witz, ein wahrer Heid, vergöttert Vieh,

Hebt unsre Sau-Vergnügen aus dem Äorh.

Bekannt ist dies, und offenbar der Grund.

Uns legen Stolz und Wollust Fessel an.

Die theilen sich in uns und zerren uns,

Ihr Weg verschieden, widrig ihr Befehl.

Der Stolz, wie Adler, nistet unter Sternen;

Die Wollust auf dem Boden, Lerchen gleich.

Ihm sinkt die Lust, die auch der Tbiere iss,

Sie greift darnach, und beyde wünscht der MenschGleich und zugleich befriedigt: schweres Werk!

Nur nicht dem Witz, wenn die Begier ihn spornt.

Ihm ist. ein solch Beginnen nicht zu kühn.Schmeckt der Vernunft nicht, was den Sinnen

schmeckt;

So schmiedet gleich der Witz, sophistisch schlau,Ein neues Ding, und nennet es Vernunft,

Die gern und frey in losen Zünften ist.

Zhm löst die Grazie den Gürtel auf,

Ihm schenkt der plumpe Gott den Becher ein.Durch tausend Larven, tausend Amuleten,

Durch tausend Schlummccsafte, affet er,

Bezaubert und berauscht, und wieget einDas lustb'ethörke, trunkene Ecmüth.

Was dem Verstand mißfiel, mißfallt nicht mehr;Woran der Stolz sich stieß, stößt er sich nicht.