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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

Ist dies der Ursprung der Reimpoesie;welch' andre Gestalt nimmt sie in Sprachen a»

aus von selbst: i) Wer hat dvn Reim nach Eu-ropagebracht? Antwort. Die Araber, obgleichdamit nicht gelaugner wird, laß die schlechtePoesie der spätern lateinischen Sprache, die Lan-rioa der Kirche, die Leoninischen Berse der Mön-che seine Aufnahme sehr befördert haben. Inder gelehrten und ungelehrten Sprache geschahein Gleiches, nur aus verschiedenem Grunde; indie ungelehrte (ol blomauoe) ging er aus demArabischen über. 2 s Wo ging er über? Ant-wort. Allenthalben, wo Araber und Christenlange neben und mit einander freundlich undfeindlich lebten. Der Streit über das frühereAller der Kastilischen, Sicilischen und Periugic-sischen Poesie ist fast vergeblich. Allenthalbenspülten die Wellen der arabischen Pcesie auf glei-che Weise die Küsten Europa's an, reimend. 3)Woher, daß die Poetik der neueren Poesie imsüdlichen Europa eine von den Alten so verschie-dene Form nahm? Antwort. Weil sie nichtden Alten, sondern den Arabern nachahmten.Die Sprachen hatten sich verändert; der Geistder Nationen noch mehr. An den Höfen derProvenzalen spielte man mit Reimen, wie mitBlumen; die Poesie gehörte zum Nitterthumund aus Ursachen, die die Geschichte darlegt,wurde» zu weiterer Ausbildung Südfrankreichund Ostspanien ihr Lempe, ihr Parnaß Bar-celona,