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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

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3 .

A. Zu Allem lassen sich Worte finden. Siewissen, was in unsrer Natur das Häßlichste werdenkann, was die Natur daher selbst mit Schaam undSchweigen umhüllt hat; wie wenn man Dies, mit-hin das Lüsterne zum Gegenstände der Komodiemachte? Man gäbe Ehre und Schande Preis,schlosse über sie ein geheimes Einverständniß desNicht-Notiznehmens

B. Man gäbe Ehre und Schande Preis?Preis dem Theater? Nun, so mahle cs auf seinenVorhang

A. Was?

B. Den Urgvtt -PrgapUs, oder galanter de»Lingam. Wovon man in keiner ehrbaren Gesell-schaft spricht, davon wird man doch auf der Bühnenicht sprechen, noch weniger es darstellen wollen?Das Lächerliche gehört der Komödie; nicht das Lä-sternde, das Kitzelnde, das Wilde. Ein Lust - oderTrauerspiel, in dem sich Beinkleid und Schürzeprasentiren, und zwar ein- sobald es sich prasentirt,gebietendes Beinkleid, dem alle Schürzen unver-meidlich gehorchen, und gcgentheils eine eben somächtige Schürze, die, nachdem man sic Einmalgesehen, Alles erlaubt macht, und der sogar Thranengebühren mit welchen niedrigen Namen solltenwir, Lichtertragend, dies Lingam spiel nennen?

A. Und doch wird geweinet.

Herders W. Lit. u. Kunst. XU.

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