Früchte aus den sogenannt-
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So auch bey Sbakespear die Liebe; nie ist sieihm Galanterie, als wo sie es seyn muß. WahreLiebe dagegen mit allen Vorbereitungen und Wen-dungen , mit jedem süßen Spiel, das ihr gehöret,geschweige mit den verschiedenen Ausgängen ihresSchicksals — wer hat sie reiner, tiefer, vollendeterdargestcllt, als Shakespear? Romeo und Ju-lie, Des dem 0 ne, Imögen, so manch andresGemahlde mit andern Farben gemahlt, in andernSituationen dargestcllt. sind cwiglebende Bilder imGarten der Liebe. Ihr und jeder Leidenschaft wiesShakespear das Gebiet an, das Jeder gehöret.
Auch liegt die Quelle der Jnfirmi tatenvor Augen, unter denen bey andern Nationen dasTheater leidet; sie ist — die leidige Repräsenta-tion, ein Ding, das Alles verkünstelt. In derMahlcrcy kennen wir den Unterschied der Gcmählde,die den Mahler anlacheln, und derer, die vor sichhinsehend für sich da sind. Jene liebäugeln Jedem,der sie anblickt, wie — die Gestalten der neuerenBühne. Sind diese nur für den Zuschauer da, fürden sie empfinden, dem sie schmeicheln, den sie rüh-ren wollen, und sich damit seinem Wahnsinn, sei-nen Schwächen anheucheln: so wird Alles ein gegen-seitiger Betrug, Der Spiegel der Wahrheit ist zer-brochen ; der große Gang der Begebenheiten wirddurchtändelt. Vergesset, daß ihr Zuschauer habt, ihrSchauspielerinnen und Schauspieler! die Großen eurerKunst vergaßen cs stets. Als bedeutende Charaktere,als Werkzeuge des Verhängnisses handelt ihr gegenund für einander. Die Begebenheit, die ibr darstellt,ist Eure Welt; der Geist, der diese Begebenheit er?