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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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262 Frücht? aus den sogcnannt-

nicht aber bey Vorstellung einer Verknüpfung vonLeidenschaften, die unter dem Auge desSchicksals vorgehn und die seine Handleitet. Fürchtet Ihr nicht, die ernste und strengeGöttin zu erzürnen, mit der Ihr falsch und niedrigspic-ler? Beraubt Ihr Euch nicht selbst des reinstenMaaßcs der Vernunft und des Verstandes, des Rechtsund Unrechts, des Glücks und Unglücks, wenn Ihrdiese Namen in einen Looslopf der Convention,als Moden amen werfet? Glaubt Ihr im Ernst,daß die große Lenkcrin der Begebenheiten, die Richtcrinmenschlicher Charaktere, nach der Schminke, die IhrEuren Larven anstreicht, messe, richte, und ihrenGang nehme? Ihr belustigt euch also, wie die Si-nesen, an Fratzenbildern, mit dem süßen Wahn, sieseyen das reine Urbild der Menschheit, weil sic Eon?vention Eures Geschmacks" sind? und scyd,wie die Sinesen, das einzige Kunstvolk der Erde,Denn das hat der falsche Geschmack, so wie die Un-natur an sich, daß wenn sie zur Gewohnheit wur-den, sie die verkrüppelte Natur hvchst-ungern verlas-sen, die Einmal sich in ihre Schnürbrust zwang,Frey von dieser siele sie ja gar in einander.

Das griechische und englische Theater ging inAbsicht der Kelle et noble psssjon einen strengerenWeg. Melpymene schonte ehrsüchtiger Tyrannen nicht,noch weniger fröhnte sie und wollte ihren Unsinn ver-kleiden. Der Atrihen Unglück zeigt sie bey allemGlanz ihrer Herrschaft; mir dem Diadem ist cs denharten Königsstirnen dieses Hauses eingepragt, bis in