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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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254 Früchte auS den sogenan Irr-werden? Hier war, nach siegreichgeendeter Schlacht,Macbclh in Wallung; empfänglich jedes Eindrucks.Waren es auch nur gemeine Weiber gewesen, dieihn nach solchem Siege mit dem Königßtitel begrüßthatten und sein schwaches Gehirn hatte den Grußals einen Ausspruch der Götter angenommen; das-selbe wäre erfolgt, mittelst einiger Monologen.Shakspear erhöhte die Stimme, und verkürzte sichdadurch, ja er öffnete sich einen neuen Weg. Wennder von seinem Herzen und von aller Welt verlas-sene, freundlose Macbeth nirgend nun Rath undHülfe weiß; wo soll cr hin, als zu seinen Hexen?Und wobey trifft er diese an? Eben bey ihrem fer-tigen Werk, dem abscheulichsten, das nie die Son,ne sehen wird. Als Köchinnen alles Verruchten die-nen sie der Hexengöttin M Jammer und Elend.Unersättlich dieses Jammers singen sie wie Mägdeeinander bey ihrem Geköchs im Eher zu:

Mehr noch, Müh und Jammer noch!

Feuer, brenn und Kessel, loch!

Ihre Katzen-Geister rufen sie hinzu, dem Eingcbrock-ten den Zauber zu geben:

Blaue und Graue,

Geister, schwarz und weiß,

Menget, menget, mengetWer zu mengen weiß.

Hexe i. Ich fühls, es .zuckt am Daumen mir;

Was Verruchtes ist nah uns hier

Offen und nah wer klopft

Macbeth tritt ein; und sie lesen ihm ferner dieZauber-Epistel, die wir nachher Zug für Zug durchden kommenden BirnamS-Wald u. f. erfüllt sehen,eine wahre und doch trugverführende Höllensage.