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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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2Zn Früchte ans den sogcnannt-

Haß, zu Abscheu, zur Bewunderung, zur Liebe?Möge dies mehr oder minder geschehen, nachdem derDichter Stoff und Kraft, der Zuschauer Gemüth, derSchauspieler Geschicklichkeit hat; aber das Bewegenist nicht genug, die Tafel ist geschrieben:

Tragödie ist eine Sc h i cksa lstafe l, d. i.eine dargestellte Geschichte menschlicher Bcgeg-nisse, mittelst menschlicher Charaktere, in mensch-lichen Gemnthcrn eine Reinigung der Lei-den sch asten durch ihre Erregung selbst vol-lendend."

Diese ist bey Aristoteles keine stoische^ sondern,(wie das Ende seiner Politik zeigt*), eine heiligeVollendung. Wie durch Sühngesange Gemülher ge-reinigt, Leidenschaften besänftigt, geordnet und schwei-gend gemacht werden; so sollte dies in höherem Sinn,(dem Pluto zuwider,) durch die Tragödie geschehen,die Aristoteles sich als eine Musik der Seeledachte.An Tönen nimmt Jeder auf seine WeiseAnthcil, der Rohe anders, als der Gebildete. Esgiebt auch vcrschiedne Gattungen der Harmonie, diesittliche, die thakige, die begeisternde; zuihrem Zweck sind alle zu gebrauchen. Zur Erziehungdie sittlichsten; zum öffentlichen, ergötzenden Anhören,da andre spielen, sowohl die thatigen

") Dem Zweck und Zusammenhänge der Stelle zu-wider will Lwining die in >c«,

ändern: da doch der Zusatz

(wo nicht Wir, wie bey der erziehen-