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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Früchte aus den sogenannt-

Dic Versöhnung.

Zn dem Kummer sprach die Freude:Böser, warum fliehst Du mich?

Sieh, mein Schmcichellied, es wiegetJa so gern in Schlummer Dich.

Wunden, die Dein Arm geschlagen,

Heilet spielend meine Hand;

Denuocy bleibt aus Deinem HerzenDank und Freundlichkeit verbannt."

Und zur Freude sprach der Kummer:Deine Stimm' ist mir verhaßt.

Höhnest Du nicht meine Klagen?

Störest mich aus meiner Rast.

Wo Du nahest, muß ich weichen;

Fliehest Du, holt man mich nach,Dornenkranze da zu flechten,

Wo Dein Finger Rosen brach. "

Und die Liebe sprach zu beyden:Freunde, warum hadert ihr?

Uebcrlaßt euch meiner Lehre,

Seyd Geschwister, folget mir!

Auf! vergeßt die alte Fehde;

Bald vergeßt ihr sic durch mich;

Dich, o Freude, lehr' ich weinen;

Lächeln lehr' ich, Kummer, Dich.

Gallisch.