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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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vorige Jahrhundert empfing, wozu im ZeitalterLudwigs, das dem ganzen Europa Lon gab, auchdasMährchen, die Erzählung, der Roman wurde.

Alles ward in ihnen galant und hofmäßig.Rein in der Sprache, licht in der Darstellung, rascherin der Erzählung, von alten Siltcnsprüchen wie vonder abgekommencn Ritterrüstung entladen; dagegeneinem Gesellschastssaal, einem Gespräch- oder Be-suchzimmer, gar etwa einer Liebcskammer, nach da-maliger Sitte, angemessen; unterhaltende Artigkeitward ihr Eharakter. An Urfei's Asträa und ähn-lichen Schäferromancn verlor man den Geschmack;Zaide, die Romane der Villedien, der Eastel-nau u. f. traten an ihre Stelle. Im heroischenStyl gingen Calprencde und die Scuderi all-mählich unter; sdgenannt - historische Romane thatensich dagegen in Menge hervor; und abermals warenFrauen, die Lussau, Durand, la Force, laFayette u. f. dieser Gattungen Meisterinnen undMuster.

Unselig, daß man allmählich» von diesem Ge-schmack geleitet und fortgeleitet, mit so vielen ro-mantischen Memoirs, ein Dritthcil Wahrheit,zwey Drittheil Lüge, die Welt getäuscht hat. Dieberühmtesten Namen des Alterthums sowohl als dermittleren und neuern Geschichte, Pindar und Ko-rinna, Sappho, Klcopatra, Artemisia, die Vestalen,Eatull, Tibull, Horaz, Tullia, Eloise, Marie vonBourgogne, Margarethe von Valois, der Connetablevon Bourbon, Admiral Coligni, Turennne, Colbert