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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldNcN Zeiten. 67

über weiches Alles er Fabeln und Geschichten inPrüft, untermischt in Versen, beybcingt *).

Ueppige Zeiten entwürdigen Alles; so ward auchNach und nach aus der großen Naturlehrcrin undMeNschen-Ckzieherin, der Fabel, eine galante Schwäz-zerin, oder ein Kindermahrchcn. ?suszeichnend gabhiezu, wiewohl sehr unschuldigerweift, la FontaineGelegenheit; Cr selbst ein naives Kind der Natur,das in mehreren Dingen die Welt ohne Wissen undWillen zu ärgern das Schicksal hatte, Dem Aesopund andern erzählte er Fabeln auf seine WeiftNach, und da diese Weise lustig, aber auch so naiv-hinlässig war, als es seine Art mit sich brachte;so glaubte fortan Jeder Fabulist, die Fabel nachla Fontaine's Manier erzählen zu müssen.Gleichviel was er erzähle; wenn das Mährchen nuramüsire. So ward die Fabel ihrem Zwecke so-wohl als ihrer eigenthümlichen Natur und Welt all-mählich entrückt; aus der überzeugenden Ansichtder großen Naturordnung trat sie in das Ge-biet feiner Spekulationen, in Visitenzimmcr voll?rcrund Lvntrcr's ein; die Namen der Thiere undBäume wurden ihr hie und da nur attgelogen.Denn wie in manchen Neueren Fabeln spräche das

*) Lacll KüSai-inrn politionM c. Nütis 6sorA»Oentii, .Srnstaolocl. 1606. kc>I, Das Persiani-sche Rvstnthal von Schlch Scidi, übersetzt vonAdam Olearlus. Hamb. i6g6. Fol,

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