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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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48 Früchte uus den sogenannt-

ke nachfolgten: denn wie Hora; schrieben Bvileauund Pope moralische Briefe, Satyren,Oden, eine Dichtkunst in Versen, undthaten bcyde noch ein komisches Heldengedicht dazu.Schwerlich aber hat weder der Dritte noch der Fran-zose des Römers moralische Grazie, seine leichte Ma-nier, seine hohe Urbanität erreichet. Beyde also,so schätzbar sie sind, machen uns Hora; nicht ent-behrlich.

Beyde indeß sind Gesetzgeber ihrer Na-tion in Vernunftreimen über Geschmackund Sitten worden. Wer von der alten achtenfranzösischen Schule, wußte nicht Boileau's Dicht-kunst und einen großen Theil seiner andern Verseauswendig? Wer von der alten englischen Schulelernte kop«?8 L,88U)? orr (Üritiaisrn, seinen Versuch-über den Menschen und viele seiner moralischen Sen-tenzen nicht eben so? Sie galten für die sprechen-de Vernunft und Moral in Reimen.

Und sie sind's wirklich; Pope in seiner ge-drängten Kürze, Bvileau in seiner wasserhcllenKlarheit. Dieser überladet Niemanden; Verse, wieer schrieb, konnte jeder Höfling verstehen, lernte je-der Mann von Geschmack recilicen. Dazu sind sieeingerichtet; in der Stellung und Wahl der Worte,im Accent, oft im Reim liegt das Scharfe oderdas Gefällige des Stachels, der Pointe. Uebcrsetztin andre Sprachen (wie Bvileau denn oft undfrüh in unsre Sprache übersetzt ist) liefet man gros-sentheils nichts als sehr wahre und sehr ge-meine Gedanken. Daß Bvileau sie in seiner Spra-che so scharf bestimmt, so gewählt und zweckmäßig

sagte,