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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

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Wie stehen nun alle diese Produktionen amEnde des Jahrhunderts ? sind sie auSschließcnd ewigeMuster?

Einen gewissen Ton der Farben, so wie denFirniß damaliger Galanterie hat die Hand der Zeitziemlich scharf abgestrichcn, als man unter dem Her-zog Regenten und der nachkommenden Regierung' ihreFolgen erlebte, so daß man in Frankreich diesesTons längst satt war und ihn langst lächerlich ge-macht hatte, als man ihn in Deutschland noch nach-ahmte. Zur Kunst ein schönes Nichts zu sagen ge-hörte eigens die Behendigkeit, der Glanz und diescheinbare Präcision der französischen Sprache; dieherzliche Biederkeit, oder wo diese fehlt, der schwer-fällige Ernst der Deutschen" machte jene leuchtendenBlitze oft zu unsanften Donnerschlagen.

Die Manier, Charaktere zu zeichnen,wie sie im Zeitalter Ludwigs Mode war, gründetesich gleichfalls auf den Bau der Sprache, so wie aufden Ton der damaligen Lebensart und Unterhaltung.Eine gewisse Metaphysik, die der französischen Sprachevon jeher eigen geworden war, sodann auch die Flüch-tigkeit des Hof-Charakters, der Eine Person oderSache von mehreren Seiten zu beäugen und miteinem neuen Ausdruck sie treffend, und noch treffen-der zu bezeichnen strebte, gab den vielen Abstufun-gen und Lichtbrechungen der Begriffe Raum, die derfranzösischen Sprache sogar eine eigne Interpunktion