glücklichen Landes gesagt wird — eitel Berläumdung ist. Dievielen trefflichen Freunde, die ich mir seit meiner Ankunft in Ame-rika erworben, haben mein Herz für alle Ewigkeit an dieses Landgefesselt und so will ich denn in meinen tiefen, philosophischen Be-trachtungen über das, was ich gesehen habe, mit dem festenVertrauen fortfahren, daß man meiner Wahrhaftigkeit wie derSelbstständigkeit meiner Ansichten vollen Glauben schenken werde —Eigenschaften, die mir viel zu theuer sind, als daß ich sie inZweifel ziehen lassen möchte.k
Zurück also zu meiner Geschichte. — Ich wurde endlich Eudo-sien von einer Dame, in deren Hände ich übergegangen war,mit einem kalten, gemessenen Blicke zurückgegcben, der mich derBesitzerin eines solchen Artikels gegenüber nicht wenig befremdete.Es dauerte übrigens nicht lange, bis ich entdeckte, daß — um micheines heimischen Ausdrucks zu bedienen — „etwas vorgefallen sehnmußte" und ich war nicht ganz ohne Neugierde, dieses „Etwas" zuerfahren.
Offenbar war Eudvsia die Zielscheibe aller Blicke und der Ge-genstand des allgemeinen Gesprächs; doch konnte ich, so lange siemich in der Hand hielt, bei aller Schärfe meines Gehörs von demwas gesprochen wurde, nichts verstehen. Das arme Mädchen meinte,ihr Taschentuch liefere das allgemeine Thema und darin war sienicht weit von der Wahrheit entfernt, nur freilich in einer Weisevon der sie keine Ahnung hatte.
Endlich näherte sich uns Klara Caverlp, die viel zu wohlerzogenwar, um in einer großen Gesellschaft ein Toilettestück von irgendJemand zum Gegenstand des Gesprächs werden zu lassen — unter demVorwand, mich ihrer Mutter im Nebenzimmer zu zeigen, eigentlichaber bloS um mich den Andern aus dem Gesicht zu bringen. Als könnesie eS kaum erwarten, meiner los zu werden, warf sie mich auf ein So-pha, wo ich auf einem Häufchen meiner Mitschwestern landete, welche