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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Die MaaSregel zeugt wenigstens von Zartgefühl, wenn auchnicht von Klugheit," bemerkte die Königin ein wenig trocken.Die Dame Ozema blieb also einige Wochen ausschließlich derObhut des Conde de Llcra anheimgegcben?"

So lange, königliche Hoheit, bis sie unter den Schutz derMarquise von Moya gestellt wurde."

War dieß auch vorsichtig, Don Christoval? Konnte ein sokluger Mann, wie Du, hiezu seine Einwilligung geben?"

Sennora!" rief Luis, unfähig, seine Gefühle länger zurück-zuhalten.

Stille, junger Herr!" befahl die Königin.Ich werde als-bald Airlaß nehmen, Dich selbst zu fragen, und Du wirst dannnöthig haben, alle Deine Sinne zusammenzunehmen, um die geeig-neten Antworten zu geben. Muß Dich in dieser Angelegenheit Deineeigene Klugheit nicht einer Unbesonnenheit zeihen, Herr Admiral?»

Sennora, diese Frage auch ihr Beweggrund ist mirganz neu. Ich setzte das größte Vertrauen in die Ehrenhaftigkeitdes Grafen, und dann wußte ich, daß sein Herz seit lange fürdie schönste und würdigste Jungfrau in Spanien glüht. Außerdemwar mein Geist so sehr mit den wichtigen Angelegenheiten derInteressen Eurer Hoheit beschäftigt, daß ich nur wenig Gelegenheitfand, bei Dingen von minderer Wichtigkeit zu verweilen."

Ich glaube Dir, Sennor, und Du darfst unserer Verzeihungversichert seyn. Doch war es immerhin für einen so erfahrenenMann eine große Unbesonnenheit, der Festigkeit eines wankelmü-thigen Herzens zu vertrauen, zumal wenn dasselbe in der Brust einesleichtsinnigen und unstätcn Knaben schlägt. Und nun, Conde deLlera, kömmt die Reihe an Dich, obschon Du es schwer findenwirst, mir Rede zu stehen. Du kannst Allem, was bisher gesagtwurde, nicht widersprechen?"

Nein, Sennora. Don Christoval kann keinen Grund haben,etwas zu entstellen, selbst wenn er einer solchen Niedrigkeit fähig