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Wesens mitgethcilt, welches mir einen so hohen Begriff von DeinenEntdeckungen beibringt, daß ich mich wundere, warum mir dieDame nicht früher vorgestellt wurde. Kennst Dn ihren Rang,Don Christoval, und die Umstände, welche sie nach Spanien ge-bracht haben?"
„AsterdingS, Scnnora, denn ich bin zum Teil selbst Zeugederselben gewesen und kenne das klebrige aus den Miltheilungendes Don Luis de Bobadista. Ich betrachte den Rang der DameOzema nicht ganz als einen königlichen, obgleich er höher steht,als der eines Adeligen, wenn es sich anders mit unseren Begriffen ver-trägt. einen Stand zwischen diesen Beiden anzunchmen — wenn wirzudem dabei nicht außer Acht lassen, daß Hayü nicht Castilien ist;denn das eine befindet sich noch in der Finsterniß des HeidenthumS,während das andere sich der strahlenden Sonne des Glaubens undder Civilisation erfreut."
„De,nungeachtet, Don Christoval, bleibt Rang Rang und dieRechte der Geburt werden durch den Zustand eines Landes nichtbeeinträchtigt. Obgleich es dem Oberhaupt der Kirche bereitsgefallen hat und wohl auch noch weiter gefasten wird. Uns inUnserer Eigenschaft als christliche Fürsten Rechte über diese indiani-schen Kaziken zu übertragen, so liegt hierin weder etwas Unge-wöhnliches, noch etwas Neues. Das Verhältnis! der Souveränitätund des LehenverbandeS ist alt und wohl begründet, und es fehltnicht an Beispielen, daß mächtige Monarchen neben dem Lande,das sie unmittelbar Gott verdanken, auch Vasallcngütcr besaßen.Von diesem Gesichtspunkte aus fühle ich mich geneigt, die indischeDame für mehr als adelig zu betrachten, und habe daher befühlen,sie demgemäß zu behandeln, ES bleiben also nur noch die Umständezu berichten, welche sie nach Spanien brachten,"
„Hierüber kann Don Luis, bessere Auskunft ertheilen, Sennora,da er mit allen Ereignissen auf's genaueste bekannt ist."
„Nein, Sennor, ich möchte sie aus Deinem eigenen Munde