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Entdeckungen so zu sagen an einem Haare. Luis mar wenigerwachsam, aber auch er begann mehr Besorgniß über den Ausgangzu fühlen, da der Augenblick herannahte, der für das Schicksal desganzen Unternehmens entscheidend war.
Mit dem Aufgang der Sonne wendete sich jedes Auge spähendnach dem ganzen Wafferhorizonte. an dem jedoch zum allgemeinenLeidwesen kein Land sichtbar war. Einige meinte». Alles sey nurTäuschung gewesen, aber der Admiral glaubte, man seh in derDunkelheit an der Insel vorbeigckommen und holte deßhalb um.um nach Süden zu sieuren. Man hatte jedoch kaum einige Stun-den diesen neuen CurS verfolgt, als man in der Richtung desSpiegels und in einer Gegend, wo man es früher nicht bemerkthaben konnte, eines neblichten Landes ansichtig wurde. Auf dieseInsel legte die Caravele an, und kämpfte, bis es dunkel wurde, gegeneine starke Bö und schwere See, »in sie zu erreichen. Die Nachtbrach ein und das Land verschwand aufs Neue in ihren Schatten.
Die Mannschaft der Ninna hatte sich in der verflossenen Nachtzu der gewöhnlichen Stunde versammelt, um das Salve Reginaoder die Abendhymne an die heilige Jungfrau zu singen; denn esgehörte mit zu den ergreifenden Begebenheiten dieser außerordent-lichen Reise, daß die rohen Matrosen zuerst die Gesänge ihrerReligion und christlichen Gebete in die unbekannten Wüsten desatlantischen Meeres brachten. Während sie so beschäftigt waren,ließ sich leewärts Licht sehen, von dem man glaubte, daß es zuder Insel gehöre, die man zuerst angethan hatte. Dieß bestärkteden Admiral in seinem Glauben, daß er mitten in einer Inselgruppesey, und daß er, wenn er stark windwärts abhielte, mit dem Mor-gen einen Hafen erreichen könne. Dieser Morgen hatte jedoch nurden vorerwähnten Wechsel mit sich geführt, und er machte sich jetztdaraus gefaßt, abermals eine Nacht — die des 17. Februars —in Ungewißheit zuznbringcn, als der Ruf „Land!" plötzlich dieGeister Aller im Schiffe wieder neu belebte.