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Angriff war ungestüm, und der Schlag, welcher auf den Schild fiel,würde einen Arm, der eine solche rauhe Begegnung wenigergewöhnt war, zerschmettert haben; aber eS glitt schief von demSchilde ab und die Keule fuhr mit der Gewalt eines Rammblockes^ zur Erde. Unser Held sah, daß jetzt Alles von einem kräftigen
Eindruck abhinge. Sein Schwert blitzte in der Sonne, und derKopf des Cariben fiel an der Seite der Keule nieder, indeß derKörper noch einen Augenblick stehen blieb — so scharf war dieWaffe und so geschickt der Hieb.
Zwanzig Wilde waren zum Sprunge bereit, aber bei diesemunerwarteten Anblick hielten sie, wie festgebannt inne. Caonabajedoch, selbst in der höchsten Ueberraschung furchtlos, brüllte seinett. Befehle wie ein wüthender Stier, und die wankende Menge war
im Begriff, wieder vorzurücken, als sich der laute Knall einerHakenbüchse und das Zischen der tödtlichen Kugel vernehmen ließ.Ein zweiter Haytianer stürzte todt zusammen. Dieß war zu vielfür den Muth der Wilden, deren unwissendem Verstände dieserSchlag vom Himmel zu kommen schien. In zwei Minuten warCaonabo mit allen seinen Leuten verschwunden. Als sie bergab-wärts stürzten, tauchte Sancho mit der Hakenbüchse, die er zurVorsicht aus'S Neue geladen hatte, aus seinem Verstecke auf.
Die Umstände gestatteten keinen Verzug. Nirgends ließ sichJemand blicken, der zu MattinaoS Stamme gehörte, und Luiszweifelte nicht, daß Alles geflohen war. Mit dem Entschlüsse,Ozema auf jede Gefahr hin zu retten, schlug er den Weg nachdem Flusse ein, um auf einem der Kähne zu entkommen. Als siedurch das Dorf kamen, bemerkten sie, daß auch nicht ein Haus ge-plündert war, was die Spanier nicht wenig Wunder nahm, undLuis machte seine Gefährtin darauf aufmerksam.
„Caonabo — nein — nein — nein — Ozema! —Ozema!"war die Antwort des Mädchens, welche den wahren Zweck dcSUeberfallS wohl kannte.