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Ozcma'S zu vergleiche»; aber doch war die allgemeine Aehnlichkeitsprechend genug, um Jedem, der das Antlitz der Einen kannte,aufzusallcn, wenn er der Andern begegnete. Bei einer VergleichungSeite au Seite würde sich heranSgesiellt haben, daß Mercedesschöner und zarter, ebenso daß ihre Züge und Stirne edler waren,daß ihr Auge den innewohnenden Geist wicderstrahlte, ihr Lächelndie Fülle der Gedanken und Empfindungen eines gesitteten WeibeS sicht-bar werden ließ, ihr zartes Errölhen das Bcwußtsehn herkömmlicherSitte verriet!), und endlich der allgemeine Ausdruck von einer höherenBildung zeugte, als von den ungekünstelten Gefühlen und dem cng-begränzten Jdcenkreise der jungen, Tochter Hapti'S erwartet werdenkonnte. Demungeachtet ließ sich, was bloße Schönheit, Jugend,Farbe und Form anbelangt, kaum ein Unterschied bemerken, da indieser Hinsicht die Aehnlichkeit augenfällig war; wie denn auch WohlManche die seelenvolle, natürliche Freimüthigkeit und den ganzenZauber, welchen ein glühendes, unverhülltes Gefühl dein Weibe leiht —nicht minder die vertrauungsvolle Hingebung der jungen India-nerin der ungebildeten und würdevollen Zurückhaltung der casti-lianischen Erbin vorgezoqen haben würden. Was bei der Letzter»ernste, hochsinnige, angeborene, religiöse Begeisterung war, erschienbei der Andern als reiner Erguß ungezügelter Regungen, denen siesich, da deren Quelle so rein weiblich war, mit ganzer Seele hingab.
„Mercedes!" rief unser Held, als dieses Ideal indianischerLiebenswürdigkeit unerwartet vor seine Augen trat.
„Mercedes!" wiederholte Mattinao.
„Mercedes!" flüsterte Ozema, indem sie mit Erröthen undLächeln einen Schritt zurücktrat und dann ihre Unschuldige Zuversichtwieder aufnahm, während sie das gleiche Wort, welches sie irriger-weise für einen Ausdruck der Bewunderung nahm, mehreremale mitihrer sanften melodischen Stimme wiederholte.
Da von einer Unterhaltung in Worten keine Rede sehn konnte, soblieb beiden Parthien kein andrer Ausweg, als ihre Gefühle durch