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durch die Entfernung verkleinert, oder es kommt von irgend einemfremden Schiffe, welches zu Indien gehört; da unten ist RodrigoSanchez von Segovia, der Rechner der Flotte; steige hinab undheiße ihn heraufkommcn."
Luis that, wie verlangt wurde, und bald war der Rechnergleichfalls an des Admirals Seite. Es verging eine Stunde, ehestch das Licht wieder blicken ließ, dann aber loderte cs ein- vderzweimal auf wie eine Fackel und verschwand gänzlich. Dieser Vor-fall kam schnell auf dem Schiffe herum, obgleich nur Wenige den-selben für so wichtig hielten, als Columbus selbst.
„Dieß ist Land," bemerkte der Admiral ruhig gegen die ihmnahe Stehenden, „und ehe viele Stunden vergehen, dürfen wirhoffen, eS zu Gesicht zu bekommen. Nun könnt ihr eure Seelenin dankbare Zuversicht ergießen, denn ein solches Zeichen kannnicht trügen. Es hat keine Aehnlichkeit mit den Lichterscheinungendes Meeres, und meiner Berechnung nach befinden wir uns ineiner Weltgegend, wo cs Land geben muß, sonst ist die Erdekeine Kugel."
Ungeachtet dieser großen Zuversicht von Seiten des Admiralsfühlte doch die Schiffsmannschaft nicht dieselbe Ueberzeugung, ob-gleich Alle in der Hoffnung schwammen, am nächsten Tage aufLand zu treffen. Da ColumbuS nicht mehr von diesem Vorfällesprach, so trat das frühere Schweigen wieder ein, und in wenigenMinuten war jedes Auge aufs neue in ängstlicher Erwartung nachdem Westen gerichtet. So schwanden die Stunden hin, und dieSchiffe trieben mit einer Eile vorwärts, welche ihre gewöhnlicheGeschwindigkeit weit überbot, bis Mitternacht herankam. Dawurden die Schatten der Nacht plötzlich durch einen Lichtblitz er-hellt und der Knall einer Kanone von der Pinta aus zitterte durchdie steife Kühlte der Paffatwtnbe herauf.
„Dort spricht Martin Alonzo," rief der Admiral, „und wirdürfen überzeugt sehn, daß er uns kein müßiges Signal gegeben