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die Kühlten im fernen Westen nicht müssig waren. Meister Steuer-mann!" er wendete sich hiebei an den Mann, welcher im gegen-wärtigen Augenblick diesen Dienst auf dem Verdecke übte — „Duwirst gut thun, Deine Leinwand herabzulassen und Dich auf einengünstigen Wind vorzubereiten, denn wir werden bald genug davonaus Nordosten bekommen."
Diese Vorhersagung traf ungefähr eine Stunde später ein undalle drei Fahrzeuge begannen wieder mit ihren Kielen in's Wasserzu schneiden. Aber der Wind wurde den ungeduldigen Matrosennoch qualvoller als selbst das stille Wetter gewesen war, denn dieSee kam stark von vornen und der Luftzug war so leicht, daß dieFahrzeuge nur mit großer Mühe ein wenig gegen Westen Vordrin-gen konnten.
Die ganze Zeit über sah man ängstlich nach den portugiesischenCaravelen aus, obgleich man ihre Erscheinung jetzt weniger alsvorher fürchtete, da man sie ziemlich im Lee zu haben glaubte.ColumbuS und seine geschickten Beistände, Martin Alonzo und Bi-zente Uannez, oder die Gebrüder Pinzon, welche den Befehl überdie Pinta und Ninna führten, boten alle ihre Erfahrungen auf,nm die Schiffe vorwärts zu bringen. Die Fahrt blieb jedoch nichtnur langsam, sondern auch peinlich, da jeder frische Windzug nurdazu diente, die Buge der Fahrzeuge mit einer Gewalt in die Seezu stürzen, welche für Spieren und Tackelwerk fürchten ließ. DieGeschwindigkeit des Segelns war in der That auch so unbedeutend,daß cS Colon'S ganzer Umsicht bedurfte, um der fast unbemerklichenWeise, in welcher der hohe kegelförmige Gipfel des PicS von Te-neriffa so zu sagen Zoll um Zoll sich senkte, gewahr zu werden.Die abergläubischen Gefühle der Matrosen waren ungewöhnlich thä-tig, und manche begannen sich zuzuflüstern, daß selbst die Elementevon einer weiteren Fahrt abriethen, und daß, so spät eS auchscheinen möchte, der Admiral gut thun würde, der Zeichen und Vor-bedeutungen zu achten, welche die Natur selten ohne zureichenden