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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Fünftes Kapitel.

Wer weiß es nicht, wie kraftlos Worte töne»,

Wenn'S festzuhallen gilt den Himinelsilrahl des Schönen?Wer fühlte nicht bis ihm des Auges Licht,

Von Nacht umschleicrt, im Entzücken bricht.

Die Wang' erblaßt, der Herzschlag stille steht

Der Anmnth hehre, heil'ge Majestät?

Byron.

In jener Nacht schlief der Hof von Castilien und Aragon indem Palaste von Alhambra. Sobald die im vorigen Kapitel er-wähnte religiöse Feierlichkeit zu Ende war, strömte die Menge nachdem Palaste, und das Fürstenpaar folgte mit einer Würde undPracht, welche seiner hohen Stellung angemessen war. Da Jsa-bellenS Gegenwart und die Verzögerung der llebergabe eine großeMenge Frauenaußer denen, deren Pflicht es war, ihrer königlichenGebieterin zu folgen in das Lager geführt hatte, so zogen diejungen christlichen Edel», von ihren Frauen und Schwester» begleitet,mit eifriger Hast durch die berühmten Höfe und die mit erhabenerArbeit verzierten Gemächer dieser merkwürdigen Residenz; und dieNeugierde ließ sich nicht einmal durch den Einbruch der Nacht be-schwichtigen, welche ihrer Befriedigung vorderhand ein Ziel setzte.

Insbesondere war der Hof der Löwen, ein Platz, der gegen-wärtig noch in der ganzen Christenheit wegen der Neberbleibsclorientalischer Schönheit berühmt ist, von Boabdil in dem bestenZustande zurückgelaffen worden, und stand jetzt, obgleich mitten imWinter, durch Beihülfe menschlicher Kunst in dem herrlichstenSchmucke bunter Blumen da, während die benachbarten Hallen, dieder Zwei Schwestern und der Abencerragen, auf's Glänzendste be-leuchtet waren und von Kriegern »nd Hosleuten, würdigen Priesternund üppigen Schönen wimmelte».

Obgleich jedes spanische Auge mit der leichten cigenthü,»liehen