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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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obgleich sie miteinander verwandt seyn mögen, da beide aus der-selben Gegend stammen. Dieser ist kein Admiral, obwohl er gerneeiner werden möchte, ja vielleicht gar ein König.-

Dann ist er entweder ein Schwachkopf, oder ein über dieGebühr ehrgeiziger Mann."

Weder das eine noch daS andere. Was seinen Geist anbe-langt, so übertrifft er hierin viele unserer gelehrtesten Geistlichen,und seiner Frömmigkeit muß man es nachrühmen, daß eS einenergebeneren Christen nicht in ganz Spanien gibt. Man sieht wohl,mein Sohn, daß Du lange im Ausland und nur wenig am Hofgewesen bist, sonst müßtest Du Dich bei Nennung des Namensder Geschichte dieses außerordentlichen Wesens erinnern, das somanches Jahr dem gedankenlosen Leichtsinn zur Zielscheibe derscherzenden Spottes diente und für den weisen Denker mehr Zweifelveranlaßt hat, als manche kühne und fluchwürdige Ketzerei."

Deine Worte machen mich neugierig, Vater! Wer und wasist der Mann?"

Ein Räthsel, das ich weder durch Gebete zur heiligen Jung-frau, noch durch die Gelehrsamkeit der Klöster, noch durch deneifrigen Wunsch, die Wahrheit zu erforschen, zu lösen vermochte.Komm, Luis, wir können un« auf diesen Felsen setzen; ich willDir dann die Ansichten mittheilen, welche diesen Mann so merk-würdig machen. Du mußt wissen, mein Sohn, daß es jetzt siebenJahre sind, seit er zum erstenmal unter uns erschien. Er suchteUnterstützung zu einer Entdeckungsreise, indem er behauptete, daßer, wenn er westlich auf dem Ocean in eine unerhört große Ent-fernung fnrtsegle, das ferne Indien erreichen könne und das König-reich Cathay, mit der reichen Insel von Cipango, wovon uns eingewisser Marco Polo einige höchst merkwürdige Geschichten hintcr-laffen hat."

Bei St. Jago, gesegneten Andenkens, der Mann muß denVerstand verloren haben," fiel Don Luis lachend ein.Das