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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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-wie cS meinem Range und Geschlechte ziemt» entgegentreten könnte»aber ich gestehe, daß ich bei dem Gedanken zittere» den Augen unddem Urtheile meines edlen Vetters zu begegnen."

Beatriz hörte mit Thcilnahme zu, und als ihre königliche Ge-bieterin zu sprechen aufgehört hatte, küßte sie zärtlich ihre Handund drückte sie an ihr Herz.

Laßt vielmehr Don Fernando bei dieser Begegnung zittern,"versetzte sie.

Nein, Beatriz, wir wissen, daß er nichts zu fürchten hat,denn das Gerücht spricht nur allzusehr zu seinen Gunsten. Aberwarum zögern wir hier in banger Ungewißheit, wenn die Stütze,aus die wir uns lehnen müssen, bereit ist, ihre Last aufzunehmen?Wir wollen zu Vater Alonzo gehen, der uns ohne Zweifel bereitserwartet."

Die Fürstin und ihre Freundin begaben sich nun in die Capelledes Palastes, wo ihr Beichtvater die tägliche Messe las. DaSMißtrauen, welches die Seele der bescheidenen Jsabella beunruhigte,wurde durch die heilige Handlung zurückgedrängt oder nahm viel-mehr seine Zuflucht zu jenem Felsen, auf den die Prinzessin alleihre Bekümmernisse und Verirrungen uiederzulegen pflegte. Alsdie kleine Versammlung die Capelle verließ, kam ein von Schweißtriefender Bote mit der ersehnten, aber doch noch bezweifelten Nach-richt, daß der König von Sicilien DuennaS wohlbehalten erreicht habe,und daß, da er sich nun in der Mitte seiner Anhänger befände,kein vernünftiger Grund mehr vorhanden sey, die beabsichtigte Ver-mählungsfeier länger zu verzögern.

Jsabella wurde durch diese Kunde auf's heftigste überrascht, undbedurfte mehr als je der Unterstützung von Beatriz de Bobadilla,um jene holde innere und äußere Heiterkeit wieder zu gewinnen,welche ihre Erscheinung sonst so anziehend und eindrucksvoll machte.Einige im Nachdenken und-in Gebeten zugebrachte Stunden gossenaber bald eine sanfte Ruhe in ihre Seele, und wir finden nun die zweiDonna Mercedes. 2te Ausl. z