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sehr ehrwürdiger Herr für eine Jungfrau aus dem königlichenHause! — Schmach über ihn! ein Pachecho müßte sich schon hochgeehrt fühlen, wenn sich nur ein Fräulein von Bobadilla auffindenließe, um durch eine Verbindung mit ihm seinem Stamme auf-zuhelfen."
„Mein Bruder wurde durch unwürdige Günstlinge zu dieserungeeignete» Wahl beredet, und Gott hat in seiner heiligen Vor-sicht ein Mittel gefunden, ihre Erwartungen zu vereiteln, indemer den vorgeschlagenen Bräutigam unerwartet in eine bessereWelt rief."
„Ja; und wenn es nicht sein heiliger Wille gewesen wäre, indieser Weise über Don Pedro zu verfügen, so hätte eS auch anandern Mitteln nicht fehlen sollen."
„Diese Deine kleine Hand, Beatriz," erwiederte die Fürstinernst, obgleich sie ihrer Freundin liebreich zulächelte, als sie diefragliche Hand ergriff, — „war nicht für die That geschaffen, mitder ihre Besitzerin drohte."
„Mit der ihre Besitzerin drohte?" erwiederte Beatriz mitblitzenden Augen; „diese Hand hätte eS auch ausführen sollen, eheman Jsabella von Castilien verdammt hätte, die Braut des Groß-meisters von Calatrava zu werden. Wie? die reinste liebenswürdigsteJungfrau von Castilien von königlicher Geburt, ja sogar die recht-mäßige Erbin der Krone, hätte einem zügellosen Wüstling geopfertwerden sollen, weil eS Don Enriquez beliebte, seine Stellung undseine Pflichten so weit zu vergessen, daß er einen feigen Elendenzu seinem Günstling machte
„Du vergissest immer, Beatriz, daß Don Enriquez unser Ge-bieter und mein königlicher Bruder ist."
„Ich vergesse nicht. Sennora, daß Ihr die königliche SchweflnunserS Herrn und Königs seyd, und daß Pedro dc Giro» oderPachecho, oder wie immer sich der alte portugiesische Knabe nennenmag, nicht einmal würdig ist, in Eurer Gegenwart nieder zu sitzen.