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unsere Dame doch ihren Stammbaum durch eine langx Reihe vonKönigen zu den alten Goihenfürsten zurück, und die häufigenZwischeuheiraihen mit fremden Prinzesfinnen hatten ihrem Antlitzjene Mischung der Weiße des Nordens mit dem Zauber des Südensaufgedrückt, welche der vollendeten weiblichen Anmuth so nahe liegt.
Die Farbe ihres Gesichts war schön, und ihre reichen Lockenhatten jenen Zwischenton zwischen Braun und Blond, welcher sicheher dem elfteren, das mehr Wärme gibt, näherte, ohne daß sichdarin etwas von dem Auffallenden des letzteren kund gab.
„Ihre sanften kleinen Augen," sagt ein berühmter Historiker,„strahlten von Geist und Gefühl." In diesen Abbildern der Seelelag in der That ihre höchste Anmuth, denn sie verriclhen nichtweniger die innere, als die äußere Schönheit, und gaben ihrenzarten und harmonischen Zügen einen heiteren Ausdruck von Würdeund hoher Sittlichkeit, mit dem sich die sanften Linien der Beschei-denheit auf eine so ansprechende Weise vereinten, daß man die Zart-heit des WeibeZ mit der Reinheit eines Engels verbunden zu findenglaubte. Diese Reize wurden noch durch eine würdevolle abersanfte Offenheit erhöht, wie man sie selten bei am Hofe erzogenenPrinzessinnen findet, und die ihre Blicke und Gedanken in einerWeise beherrschte, daß sich in ihrem Antlipe die lichten Strahlender Wahrheit mit dem Glanze der Jugend und Schönheit zu ver-einigen schienen.
Die Kleidung dieser Prinzessin war einfach — denn glücklicher-weise machte es der Geschmack der Zeit denen, welche für die Toi-lette arbeiteten, möglich, auch die Verhältnisse der Natur zu Rathezu ziehen, — obgleich die Stoffe reich und ihrem hohen Rangeangemessen waren. Ein einfaches Diamantenkrcuz funkelte von demschneeigen Halse, an dem es durch eine kleine Perlenschnur befestigtwar, und einige Ringe mit kostbaren Steinen schienen die Hände,welche keines Schmuckes bedurften, um die Blicke zu fesseln, eherzu überladen, als zu zieren. So zeigte sich Jsabella von Castilien