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„Pah, der Kerl ist nichts weiter, als 'ein Bedienter — einLasse, der eben hinter dem Ofen der Mutter hervorgekrvchen ist."
„Ich stehe dafür, daß er schon dem Catalonier und demMauren die Spitze geboten hat, so jung er auch auSsteht. Duweißt, daß der Adel seine Söhne fast noch als Kinder in'S Gefechtzu schicken pflegt, damit sie sich in Zeiten ritterlich benehmenlernen."
„Der Adel?" wiederholte Diego lachend. „Im Namen allerTeufel, Rodrigo, woran denkst Du, daß Du diesen Schuft zu einemjungen gnädigen Herrn machst? Hältst Du ihn etwa für einen ver-kappten Guzman oder Mendoza, weil Du mir da etwas von Ritternvorfaselst?"
„Hm — es scheint in der That einfältig; aber doch habe ichschon vordem diese Stirne im Kampfe gesehen und diese kräftigeStimme gehört, wie sie zum Angriff rief. — Bei San Jago deCompostella, jetzt Hab' ich's! Hör' einmal, Diego! — ein Wortin'S Ohr."
Der Veteran führte nun, obgleich Niemand in der Nähestand, der hätte zuhören können, seinen jüngeren Kameraden beiSeite, sah sich vorsichtig um, um sich zu überzeugen, daß er kei-nen Lauscher zu fürchten habe, und flüsterte einen Augenblick inDiego'S Ohr.
„Heilige Mutter Gottes!" rief der letztere und fuhr vorUeberraschung und Schrecken drei Schritte zurück. „Du kannst un-möglich Recht haben, Rodrigo!"
„Ich will meiner Seele Seligkeit daran setzen," erwiederteder Andere mit Bestimmtheit. „Habe ich ihn nicht oft mit geöff-netem Visier gesehen und bin ich ihm nicht oft genug zum Angriffgefolgt?"
„Und er sollte reisen als der Bediente eines Kaufmanns —oder gar, wie es mir vorkam, als der Knecht eines Juden?"
„ES ist unser Geschäft, Diego, darein zu schlagen, ohne uns um