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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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250
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25 c» Herders Gedichte.

Erfreu, erfreu, erfreue dich mächtig,Erfreue dich, Tochter zu Zion!

Jauchze, Tochter zu Jerusalem:

Denn sich! dein König kommet her zu dir,Er ist ein rechter Heiland!

Und redet zu, Friede den Völkern.

Denn wird das Auge des Blinden sehend seyn,

Und das Ohr des Tauben aufgethan!

Denn wird der Lahme springen, wie ein Hirsch,Und die Zunge des Stummen singen:

Er wird Hirte seynSeiner Schaafe:

Und wird sich fammlen die Lämmer in den Arm,Und tragen sic in dem Busen,

Und sanfte leiten, die noch zart sind.

Kommt her zu ihm, die ihr mühselig scyd,Kommt her zu ihm, die ihr seyd schwer beladen:Er wird euch geben Ruh.

Nehmt sein Joch auf euch,

Und lernt von ihm:

Denn er ist sanft - demüthigen Sinns;

So findet ihr Ruh für euer Herz.

Sein Joch ist selig.

Sein Tragen ist leicht.