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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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224
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7. F'

22^. Herders Gedichte.

Klag' cr's seinem Herrn und Gott,

Höre Gott sein Flehen!"

Erhör' es Gott und Vater!

Von Kindheit an du seine Lust,

Schon an seiner Mutterbrust,

Dem Lallenden sein Gott,

Du seiner Jugend Gott!

Du ihm Lebenskraft und süße Freude!Als ich ihn empfing,

Gäbest du ihn, Vater,

Deinen Knieen gab ich ihnAus Mutterliebe.

Werber.

Ausgegossen lechzt ec daMil zcrschmolz'nem Herzen!

Vater, auch dem Wurme nah

Schau in TodesschmerzenVerschmachten seine Glieder!

Verdorrt ist unsrer Ceder Kraft,

Dürre seines Mundes Saft,

Der Milch und Honig floß,

Der Trost dem Armen goß!

Ach durchgraben quillt der Füß' und HändeLebendiger Quell!

Schmachtet jetzt daniedenIn des Todes finstern StaubUnd du bist ferne?

Jesus.

Weib, siehe deinen Sohn,

Johannes, deine Mutter!"

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Maria.