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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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219
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Zweiter Thcil,

2,9

O Brüder, schauet, wen ihr schmäht,

Hört an sein treu GebetVoll Brüdermuth!

Die Rose thauet BlutAuf dürres Land:

Ach aber, duftet unerkanntZum Himmel, süssen Dust,

Und ihres Blutes Stimme ruftAuf von der Erden:Rache!"

Kein Erdenrichter hört. Es hört

Sie Gott, der jede Sache

Der Unschuld richtet, der die Thranen zählt

Und ruft, bis keine fehlt.

Er hört Geschrei

Vom Blute seines Sohns und kommt und kommt

herbei

Zur Rache.

(Die Finsterniß fangt an.)

Seht ihr sein dunkles Nachtgewand

Unb in der Hand

Des Blitzes funkelnd Schwert?

Es fahrt

'Aus feiner Scheide. Seht die Sonn' ist Nacht,Der Mittag ist wie MitternachtUnd Weh und Klagen ist in meinem Ohr erwacht!(Klagröne der Rachenget im Dunkel.)

E h 0 r.

Jerusalem, Jerusalem!Weine, weineDich und deine Kinder?In dir ist Blut