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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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212
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Herders Gedichte.

Wer an ihn glaubt, der Tobte soll leben,

Der Lebende sterben nimmermehr!

Choral, (alte Kirchen-Mel.)

Ich weiß, daß mein Erlöser lebtUnd mit Ihm wcrd' ich leben,

Aus meinem Grabe schweben,

Wie Er einst seinem Grab entschwebt';

Auf neuen Himmels-AuenDen Herren werd' ich schauen,

Mein Ich, mit neuer Hüll' umwebt,

In diesen Augen schauen,

Der für mich starb und für mich lebt ;

Drum sterb ich ohne Grauen.

Martha.

Ach, Herr, da ist die Kluft, er modert schonVier lange Tag' und Nachte,

In seiner Höhl' allein! *

Zuschauer.

r. O sieh,

Ihm thranet selbst sein mildes Auge nun!

Er hat fürwahr ihn sehr zeliebet!

2. Und

Der ihn so sehr geliebt,

Und Blinde wieder sehend wähnet, jaKönnt' er nicht seinen FreundUnsterblich wahnen!

r. Schwelg!

Er zürnet! Alle weinen!

(Klagende Accente der Musik sprechen allein, und erheben sich allmählig.)