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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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194
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Herders Gedichte.

Hier trennten Nacht und Nebel sieJahrhunderte und Lande

Dort alle Glieder! Brüder nunAn Eines Herren Pfände;

Ihr Wille fleußt, wie SonnenlichtAus aller Welt zusammen!Zusammenflammt da ihr Gebet,

Ihr Mühn in Hellen Flammen!

Elias, Moses werd' ich sch'nMit ihren tausend Pfunden,

Und Paulus, Luther vor mir steh'nMir ihren hundert Pfunben!

O legt' ich freudig schüchtern dannNach euch mein Quentlein nieder,Und fände, grüßte, fühlt' euch dannMir Vater, Freund' und Brüder

Du locktest und du hobest mich,Warst bei mir im Gebete,

Du strafetest, du halfest mir,

Daß freudig vor ich trete!

Ich dank' euch meine Seligkeit,Ihr schön verkannten Seelen!Wir sind itzt Glieder, Brüder nunUnd sind cs sonder Wahlen."

Herr! Seligkeit und Himmel liegtIn jeder Deiner Gaben,

Wer neidet und verscharret sieVerdient er mehr zu haben?