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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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174
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174 Herders Gedichte.

Danieder sinken,

Und in Gotterkenntniß Leben trinken.

Ewig Leben ist's, den Vater kennen,

Ihn im Bruder, Sohne, Valet nennen lIn Kindcsglauben

Nie, sich nie den Vater lassen rauben."

Ruft er nicht am Berg' in Todcswehc:

Meiner nicht, dein Will allein geschehe!

Geh' Kelch vorüber,

Oder nicht Sein Wille ist mir lieber!" --

Hing er nicht aiN Kreuze gottverlassen,

Unter Menschenfluch und Sünderhassen?

Da gab sein Ende

Vater, dir den Geist in deine Hände!

Ach, er hielt's nicht Raub, mit Gott zu prangen,Mensch zu werden, das war sein Verlangen.

Ihr Menschenbrüder,

Mensch zu werden, stieg er zu uns nieder!

War nur Gottessohn in Menschenliebe;

Liebte Menschen, nur mit Gottes-Tri.be,

Sie zu erretten,

Sie zu freien aus der Laster Ketten.

Sünder sucht' er, war ein Arzt für Kranke,

Speis' und Trank war ihm der Gootgedanke:

Sein Blut und LebenFür die Brüder alle hinzugeben!