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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
Entstehung
Seite
139
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Iw § iler Th eil.

King hin zum andernmale, sielDahin auf's Angesicht,

Und zagte tiefer, zitterte,

Die Brüder wachten nicht.

Kann nicht, o Vater, kann er nichtDer Kelch vorübcrgehn?

Ich soll ihn trinken; nun wohlan,Dein Wille soll gcschchn!"

Er kam, sie schliefen riß sich hinUnd fleht zum drittenmal;

Der Angstschweis trof von seiner StirnIn Tropfen ohne Zahl.

Ein Engel kam zu stärken ihn,

Er betet' angstcr, rangSchon mit dem Tode, daß sein BlutDurch alle Adern drang.

Stand auf und suchte seine Drei,

Fand alle schlummern sie,

Ach, wollt ihr schlafen nun und ruhn?

Die Stund', die Stund' ist hie,Da 's Mcnschensohn in SünderhandZum Tode von euch geht,

Wacht auf! steht aus! er ist schon da,Ist da, der mich verrath."

Sie nahmen ihn. Der Jünger Haus'Zerstob von ihm im Nu.

Wo warst du nun, du liebes Drei,

In Ferne schwindest Du!