,Z4 Herders Gedichte.
„Ich habe, was du zu mir sprachst,
„Ich sollt' noch sehen, Ihn,
„Ich seh' ihn, meinen Heiland! — laß„Nun meinen Blick entflieh»!
„Der Menschen Heil, der Volker Licht,„Israels Preis und Ruhm!
„Ich Hab', ich schau', ich küsse dich,
„Der Erde Heiligthum; —
„Und doch" (hier wandt' er tröstend sich,Prophet, zur Mutter um:)
„Sieh, er wird Fels seyn! vieler Fall,„Und vieler Auferstehn;
„Panier zum Kampf, und, Mutter, dir„Wird Schwert durch's Herz er gehn,„Und vieler, vieler Menfchensinn„Wird an ihm offen stehn —"
Der Greis, er sprach's. Des Herren GeistWeht', was er sprach, ihm zu,
Der regt' ihn: „Eil' in Gotteshaus,
„Den Sohn da findest du!"
Er ging und fand und segnet' ihn,
Und brach und ging zur Ruh.
Und Greises Segen sank auf's Kind,
Sein Wort, es drang in's Herz,
Er ward der Völker Heil und Licht,
Israels Ruhm und Schmerz,
Ein Fels zum Fall und Auferstehn,
Der Mutter Schwert in's Herz.