Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
Entstehung
Seite
111
Einzelbild herunterladen
 

Zweiter Theil. irr

Die nannt' der Schöpfer aller WeltDen Himmel!

Und dies hohe Zelt

Stand blau und hell und klar und schön:Gott sab's und freut sich, 's anzuscbn,

Und nannt's und gab es seiner Welt.

Das war der andre Tag.

Drauf nabm Gott unten ErdcnmeerUnd senkt es in die Tief' hinab!

Das Land stieg hoch darüber her:

Und unten fand das Meer sein Grab,

Wo Gott ihm Thor und Riegel gab!

Da nannt' der Schöpfer aller WeltEs Land! So gleich war grünes Feld

Voll Kraut und Gras und Baum und Lau^Und drüber wehndcr Saamenstaub:

Gott sah voll Lust in's blüh'nde Feld.

Das war der dritte Tag.

Drauf schuf Gott hoch am HimmelszeltZwei große Lichter glanzend klar,

Zu leuchten über alle Welt,

Zu herrschen über Zeit und Jahr;

Und um sie große Sternenschaar:

Da nannt' der Schöpfer machtiglichDie Sonn! und Mond!

Und königlich

Kam sie, die Sonn', in Tagespracht,

Der Mond, als Königin der NachteGott sah sie an und freute sich.

Das war der vierte Tag.

Drauf sah Gott auf die Tiefen her!

Da regt sich schwimmend große Schaar,