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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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78
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78 Herders Gedichte.

Durch der Reue niedres ThorWundern wir zum Glücke.

O wie fröhlich fühlt das HerzDann verlebte Leiden!

Segnet seinen Arzt, den Schmerz,Blickt mit Schauer hinterwärts,Siehet vorwärts Freuden.

Neu und freier wird das HerzDurch besiegte Leiden.

Dank der mütterlichen Hand,

Die den Kelch uns mischet,

Die aus Schmerzen Lust erfandUnd mit Lust den Schmerz verband,Der sie neu erfrischet.

Dank der mütterlichen Hand,

Die den Kelch uns mischet!

Zage nicht!

Der du in dem Sturm des UnglücksMastlos und cntsegelt fährst,

Zage nicht! noch ist zu hoffen,

Plötzlich steht der Hafen offen,

Wo du dich dem Sturm entwehrst.

Man entwaffnet durch die HoffnungKünft'gen Guts des Uebels Wuth;Sich, auf flüchtigem Gefieder