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Herders Gedichte.
Die Luft.
„Trüber Schleier der Luft, der uns den gold'nen
Tag raubt,
Uns mit Seuchen und Frost, uns auch mitLaunen betrübt."
Also zürnetc ich. — Da klangen liebliche Tone,
Und in entnebclter Luft sangen mir Genien zu.
„Sterblicher, hast du die Morgen-, die Abendröthe
gesehen?
Hast du den lieblichen Ton deiner Geliebtengehört?
Sahst du den Regenbogen, und trankst mit der Blu-me den Tbau auf.
Der in der Rose dir lacht, der in der Traubedir glüht?
Unzufriedner, küsse den Saum des wallenden Schlei-ers ,
Der durch den Aether und Licht, Athem undSpeise dir ward!
Da5 Gesetz der Welten im Menschen.
Schönes Sternengessld, ihr weiten unendlichen Auen,Aus mir selber entzückt, Hang ich mit Blickenan euch,