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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
Entstehung
Seite
22
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S2

Herders Gedichte.

Die Luft.

Trüber Schleier der Luft, der uns den gold'nen

Tag raubt,

Uns mit Seuchen und Frost, uns auch mitLaunen betrübt."

Also zürnetc ich. Da klangen liebliche Tone,

Und in entnebclter Luft sangen mir Genien zu.

Sterblicher, hast du die Morgen-, die Abendröthe

gesehen?

Hast du den lieblichen Ton deiner Geliebtengehört?

Sahst du den Regenbogen, und trankst mit der Blu-me den Tbau auf.

Der in der Rose dir lacht, der in der Traubedir glüht?

Unzufriedner, küsse den Saum des wallenden Schlei-ers ,

Der durch den Aether und Licht, Athem undSpeise dir ward!

Da5 Gesetz der Welten im Menschen.

Schönes Sternengessld, ihr weiten unendlichen Auen,Aus mir selber entzückt, Hang ich mit Blickenan euch,