Einen Hasen erjagt, und sicht im Maule des Esels
Einen Raben; er stehet verwirrt, der betrogene
Löwe,
Und fast grauet ihm selbst vor der Macht des heili-gen Kreuzes.
„Auf denn, lieber Esel! noch Eins für gute
Gesellen,
Spricht er, der guten Dinge sind drei. Entscheide
das Dritte.
Jenseit diesem Berge dahinten steht eine Mühle;
Kommst du der erste dahin; scy dein der Thron und
die Herrschaft!
Willt du über den Berg; so will ich unten umher-
ziehn!"
„Geh du über den Berg," so sprach der Esel
und blieb da
Stehen. Der Löwe lief, was er vermochte zu laufen.
Aber der Esel sprach: „wozu dies Lausen? Es schaf-fet
Müde Beine mir nur, und bringt am Ende mir
Spott ein.
Gönnt er die Krone mir nicht, wozu die vergebliche
Mühe?"
Also blieb er und stand.
Der Löwe streichet im FlugeUeber den Berg und kommt mit reichendem Athem
zur Mühl' an! —Siehe, da stand ein Esel, so ähnlich jenem, als