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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
311
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Einen Hasen erjagt, und sicht im Maule des Esels

Einen Raben; er stehet verwirrt, der betrogene

Löwe,

Und fast grauet ihm selbst vor der Macht des heili-gen Kreuzes.

Auf denn, lieber Esel! noch Eins für gute

Gesellen,

Spricht er, der guten Dinge sind drei. Entscheide

das Dritte.

Jenseit diesem Berge dahinten steht eine Mühle;

Kommst du der erste dahin; scy dein der Thron und

die Herrschaft!

Willt du über den Berg; so will ich unten umher-

ziehn!"

Geh du über den Berg," so sprach der Esel

und blieb da

Stehen. Der Löwe lief, was er vermochte zu laufen.

Aber der Esel sprach:wozu dies Lausen? Es schaf-fet

Müde Beine mir nur, und bringt am Ende mir

Spott ein.

Gönnt er die Krone mir nicht, wozu die vergebliche

Mühe?"

Also blieb er und stand.

Der Löwe streichet im FlugeUeber den Berg und kommt mit reichendem Athem

zur Mühl' an!Siehe, da stand ein Esel, so ähnlich jenem, als