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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

2 .

Traurig und elend ging der junge Löwe, dek

arme,

Jetzt ein vcrstoßner Wais'aus seinem erblichen Reiche,

In die Wüste. Da fanden zu ihm sich wenige

fromme,

Alte, getreue Rache; sie schmerzt der schimpfliche

Handel;

Sein erbarmten sie sich;Das hat, so sprachen

sie alle,

Euer Vater um uns wohl nicht verdienet! Und

muß cs

Gehen im Reich, wie der Fuchs und seine Gesellen

es wünschen?

Nicht die Ehre des Staats; sie wünschen nur ihre

Gelüsten."

Und sie ermahneten sich, und baten die Stande

des Reiches

Flehend zusammen:wir haben ein Wort der aus-

sersten Nothdurft

Vorzutragen, 0 kommt I" Sic kamen und waren

versammlet.

Und der älteste sprach- ein treuer Rath von des

alten

Königes Hofe, der Hund. Ec sprach bedächtige

Rede:

Thaten wir recht, ihr Brüder, da wir den Esel

erwählten?

Habe» den alten Herrn wir nicht im Grabe beleidigt?