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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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296 Herders Gedichte.

Seht! Gen Himmel erstrecket sich gar die Stachel

des Vgcls,

Salbt, ihr Weisen, anjeht, salbt mit Am,brosia sie!

Die S c h e i n t h 0 r e n.

Die Weisen eines Landes sahen einstAnnahen eine Konstellation,

Die Jedermann den Sinn verrückte. SieEntstehn der Gegend, um nachher den WahnsinnDer kranken Brüder mit Vernunft zu heilen.

Der böse Stern erschien; die Krankheit kam;Wielartig raseten die Menschen.

Da

Trat freundlich ihnen zu der Weifen Rath,

In Sitten, Kleidern, Nahrung doch nach alterVernünft'ger Art zu leben; all' umsonst.

Mit Schlag und Stoß vergalt man ihre Güte.

Was war zu thun? Dem Tode zu entgehn,(Denn der gewaltigste war stets der größte,Furchtbarste Narr) entschlossen sie sich klüglich,

Mit Thoren nach der Thoren Art zu leben.

Nur bei verschloßnen Thürcn dursten sieVernünftig seyn; von außen, vor der WeltMachten sie närrisch jede Narrheit mit.