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Herders Gedichte.
i3.
In jener goldnen Zeit,
Da Thier' und Menschen vetcerliche Schnuren
Und Schwätzer und Gesellen waren
Und Aelterbruder Mensch ihr Vormund weit und
breit,
Ein Vormund mit Verstund und Lieb und Treu:Er suh un jedes Stirn, was in ihm scy,
Und lenkt's an seiner Hund, wie Gott die Menschen
lenkt,
In jedes eignem Hirn, daß jeder denkt:
„Wie bin ich frei!"
Und Weisheit spielet' auf der ErdeIn allem, wus nur lebt und webt;
Der Mensch empfand: „wus lebt und webt,„Spricht, handelt mir, damit Ich weise werde!"Und er erhebt
Vor allem Sich empor und fühlt sich GvttcsbildMit Vaters Blick und Wort erfüllt;
,,Daß, spricht er, mir die Erde„Gehorsam werde,
„Begabet bin ich mit Verstand" —
Stracks siel sein Blick auf's irdische Gewand,Und wie verhülltDes Vaters ewige GewaltIn Thiergestalt! —
„Damit ich, sprach sein inneres Mitgefühl,
„Im großen Erdgewühl
„Mit Thielen Thier, von allen Bruder werde,
„Ein Herk und Knecht der Erde!"
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