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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
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277
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Erster Th eil. 277

Wilde Thiere kommen schmeichelnd,Huldigend dem Königspaarc;

Tausend Nachtigallen singenIhnen Lobgcsang der Liebe.

Und sie finden ein ver-org'nes,

Schönes Thal, von dichten BaumenRings umschattet, wie ein Tempel,

Wie ein Paradies der Liebe.

Hier, Geliebter, spricht das Mädchen,

In dem Tempel laß uns wohnen;

Unter diesem heil'gcn BaumeLaß uns liebvereinct sterben!"

Und ein böses Schicksal hörteDen schuldlosen Wunsch der Schönen;

Wüthend kam ein harter Sturmwind,

Und riß los das Schiff vom Ufer,

Riß es in die wilden Wellen,

Stieß cs an Marokko's Küste;

(Alle arme ChristcnseelcnWurden da der Mohren Sklaven.)

Leidend sah das weiche MädchenIhrer treuen Freunde Schicksal.

Sah allein sich auf der Insel,

Sah den Vielgeliebten traurig

Unter diesem heil'gen BaumeWill ich ruhn, des Lebens müde!"

Schlang um ihn die festen Arme,

Und verschied am dritten Tage.