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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

Hin nach Frankreichs holdem UferStcuren sic mit Macht und Kräften;Doch die Küste schwindet traurig,Traurig seufzen alle Winde.

Dreizehn lange Tag' und NachteSchweben sie auf offnem Meere;

Ohne Weg' und ohne Rettung;

Rette sie, geliebte Liebe!

Da ging ihnen auf der Freude,Auf der Hoffnung Morgenröthe;

Sieh, ein nahes schönes Eiland,Namlos jetzo heißt's Maderae

Neue Vogel, neue Baume,Schöne Thaler, holde HügelLocken freundlich sie zur Küste,

Fliegen freundlich um ihr Segel.

Ach, es ist der Sitz der Liebe,Spricht das freudetrunkne Mädchen,Mitten unter wilden WellenUns vom Himmel zubercitel!

Ferne von Europa's Ufer,

Von dem unglückfeel'gcn UferEine der glückseel'gcn Justin,

Aus den alten Fabelzeiten."

Und sie steigen aus zum Lande,Grüßend die geliebte Küste.

Die krystall'ne WasserwogeKömmt, und spielt um ihre Füße.