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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte,

Das menschliche Her

In Ein Gewebe wanden

Die Götter Freud' und Schmerz,Sie webten und erfanden

Ein armes Mcnschenherz;

Du armes Herz, gewebct

Aus Lust und Traurigkeit,

Weißt du, was dich belebet?

Jst's Freude, ist es Leid?

Die Göttin selbst der LiebeSab es bcdaurend an;

O zweifelhafte Triebe,

Die dieses Herz gewann!

Zn Wünschen nur und SehnenWohnt feine Seligkeit,

Und selbst der Freude ThranenVerkündigen ihm Leid.

Schnell trat ihr holder KnabeHinzu mit seinem Pfeil;

Auf, meine beste Gabe

Sie werde ihm zu Tkeil!

Ein unbezwingbar StrebenSey Liebe dir, o Herz,

Und Liebe sey dein Leben,

Und Freude sey dein Schmerz.